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Nachtrag: Firenze Runde 2

Nun ja ich weiß, ich bin damit etwas spät dran, aber ich wollte doch wenigstens noch ein paar Bilder zu meinem letzten Mal Florenz zeigen; die Geschichten haben ja schon mündlich die Runde gemacht.

Zunächst einmal bin ich endlich auf die Domkuppel gestiegen…

Dann war ich an einem Wochenende in Perugia – beim Schokolaaadenfest ;-) … und hiermit bin ich dort angekommen, es war wie eine Achterbahnfahrt (und ohne Fahrer):

Schließlich habe ich noch zwei Kirchen hoch oben über Florenz besichtigt…

… und sowohl von dort als auch wieder einmal vom nahegelegenen Piazzale Michelangelo den Ausblick und später den Sonnenuntergang genossen:

Und hier noch ein paar Schnappschüsse, die Teilweise während eines Fotografie-Lehr-Rundgangs durch die Stadt entstanden sind:

…eine der Kopien des berühmten David…

…ein Besuch beim Artigiano (der Schmuck von Hand herstellt)…

… und einen Tag lang war ich in Fiesole, einer winzigen “Stadt” (mit etwa 10 Häusern), von wo aus man normalerweise den allerschönsten Blick über Florenz hat…

… wenn denn schönes Wetter ist.

Und zu guter Letzt einmal die Stadt bei Nacht…

Bis zum nächsten Mal, mein heiß geliebtes Italien!!

Sono tornata a Firenze!!

Ich bin wieder nach Florenz gekommen!! Und wie…

Also, diesmal ging mein Flug über Stuttgart; leider war auch die einzige verfügbare Flugkombination an diesem Tag wieder sehr knapp berechnet, da fürchtete ich mich nach meinen Erfahrungen beim letzten Mal schon vor einem “già visto” ;) … aber das sollte nicht das Problem sein. Erst einmal schien alles wunderbar zu funktionieren (abgesehen davon, dass ich sehr spät dran war wegen Gewichtsproblemen): Der erste Flug wurde die ganze Zeit als pünktlich angezeigt, ich habe trotz langer Schlange den Check-In noch rechzeitig geschafft und konnte mich sogar noch 5 Minuten lang verabschieden. Mit dem Bus wurden wir dann zur Maschine gefahren (Propeller-Maschine, seeehr geräumig und leise) – und dann standen wir etwa 15 Minuten im picke-packe-vollen Bus mit immer schlechter werdender Luft, weil das Flugzeug noch betankt werden musste (gehört das nicht in so einen Zeitplan hinein?)! Nun ja, letztendlich war die Zeit zum nächsten Flug dann noch viel knapper, ich hatte (theoretisch) nur 10 Minuten, um an einem unbekannten Flughafen Gate 331 (!!) zu finden. Das ging aber dann erstaunlich schnell, und alles hat perfekt geklappt… und dann kam und kam die Durchsage für meinen Flug nach Florenz nicht! Wenigstens konnte ich noch in Ruhe etwas essen und trinken, und die Aussicht genießen… bis wir endlich wieder von einem Bus abgeholt wurden – und wieder zum gleichen Flieger gefahren wurden! Ich möchte dabei noch anmerken, dass ich beim Ausstieg meinen gerade ausgeladenen Koffer auf so einem Wagen gesehen habe…

Diesmal durften wir wenigstens sofort einsteigen. Bloß passierte danach sehr lange gar nichts. Bis uns nach etwa 20 Minuten mitgeteilt wurde, dass es technische Probleme mit dem Flugzeug gibt, sodass wir mit diesem auf gar keinen Fall fliegen könnten (das, mit dem ich kurze Zeit vorher geflogen bin!); nun musste noch die Firma mitteilen, ob der Flug storniert wird oder wir in eine andere Maschine umsteigen können. Nach wiederum einer halben Ewigkeit kam dann wenigstens die erfreuliche Nachricht, ja, der andere Flieger steht “bereit”. Dies hieß zwar, dass er noch lange vorbereitet werden musste… aber die paar Minuten machten dann auch nichts mehr aus, ich war bloß froh, überhaupt nach Florenz zu kommen.

Dort angekommen, hatte ich mich gerade entschlossen, mit dem Bus zum Appartement zu fahren, da ich ja diese wunderbare Buslinien-Karte von Florenz habe – nur leider noch zu Hause in Deutschland, wie ich dann feststellte. Und wieso sollte mein Appartement auch auf der normalen Florenz-Karte sein, die ich von meiner Organisation bekommen habe? Ich habe mir ja nicht gewünscht, möglichst zentral zu wohnen oder so… Trotzdem habe ich es dann gewagt, statt des teuren Taxis erst einmal den Shuttle-Bus vom Flughafen zum Hauptbahnhof zu nehmen (bei meiner letzten Fahrt mit so einem Bus war dieser ein “richtiger” Reisebus, wo man die Koffer unten drunter packen konnte, aber jetzt so in der Nebensaison ist das wohl nicht mehr nötig, diesmal war es bloß ein normaler Linienbus; die sind in Florenz sowieso so ökonomisch eingerichtet, und da diesmal jeder einen Koffer bei sich hatte, war eben nur jeder 2. Platz besetzt… egaaal).

Am Hauptbahnhof angekommen, wollte ich auf Nummer sicher gehen und zu einer mir bekannten Haltestelle der richtigen Linie (die Nummer hatte ich zum Glück behalten) laufen, wo ich auch wusste, in welche Richtung ich den Bus nehmen muss. Also bin ich (mit meinem riesigen Koffer) durch die ja so ebenen, breit-bürgersteigigen und menschenleeren Straßen der florentiner Innenstadt gelaufen, in eine Richtung, die mir bekannt vorkam. Bis ich nach einer Viertelstunde wieder… am Hauptbahnhof stand. So viel zu meinem Orientierungssinn! (Vielleicht kann ich deswegen ganz gut Karten lesen, ohne würde ich vermutlich nicht überleben ;-) )

Da meine beiden Arme schon um das doppelte verlängert waren, hab ich dann aufgegeben den Weg zu suchen, und habe stattdessen die Haltestelle meiner Linie am Hbf gesucht. Dazu muss man wissen: In Florenz fahren quasi alle Linien über den Hbf, deswegen gibt es dort auf dem Platz (leider nicht eine Straße, sondern eine riesige Kreuzung) überall verteilt Haltestellen, und auch in unlogische Richtungen: Meine Linie beispielsweise fährt eigentlich in Richtung Süden, doch ist dafür auf der “falschen” Seite. Deswegen stand ich auch erst an der falschen Haltestelle, bis mir nach ein paar Minuten der richtige italienische Satz eingefallen ist, um nach der richtigen Richtung zu fragen… also ab auf die andere Seite der Kreuzung, wieder suchen.

Zum Glück musste ich dann auf den Bus nicht lange warten; das einzige Problem war, an ein Ticket zu kommen, denn die verkauft der Busfahrer, aber das ist längst nicht so praktisch gedacht wie in Deutschland: es gibt selbstverständlich keine technischen Geräte bei der ganzen Sache, und man steht quasi in der Tür um überhaupt daran zu kommen. Ich hatte dann ja nur noch meinen kleinen Koffer, meine Winterjacke und einen großen Rucksack, in dem irgendwo mein Portemonnaie vergraben war, dabei. Aber auch das hat erstaunlicherweise funktioniert. Auf der seeehr langen Busfahrt (etwa eine halbe Stunde) musste ich zwar immer aufpassen, dass mein Koffer (mit 4 Rollen) mir nicht entschwindet (es gab natürlich keinen Sitzplatz mehr) und mein Rucksack und meine Jacke nicht vom Koffer fallen – ich sage nur italienischer Fahrstil.

Und jetzt zur Raterunde: Ich hatte ja meine tolle Karte vergessen und wusste nicht, wo ich aussteigen muss, nur hatte ich noch in etwa im Kopf, in welche Richtungen ich abbiegen musste. Irgendwann, ich war ja schon erschreckend lange gefahren, dachte ich, vielleicht solltest du lieber mal aussteigen, eh du dich in der nächsten Stadt wiederfindest… aber als ich dann auf der Straße stand, wusste ich ja nicht, wo ich mich befand! Also schonmal ein wenig das Handy-Guthaben strapazieren… und diesmal hatte ich wirklich sehr viel Glück: Ich war genau an der richtigen Haltestelle ausgestiegen :-) , und ich war nur noch ein paar Schritte vom Appartement entfernt.

Die letzte Überraschung kam dann, als ich meinen Koffer und mich die Treppe zu meinem Appartement hochschleppte: Dort erwartete mich niemand anderes als eine ehemalige Lehrerin aus der Scuola Toscana von mir :-) ! Bei ihr und noch mit einer Italienerin und einem Engländer zusammen wohne ich jetzt, und kann den ganzen Tag italienisch sprechen :-) !

Abschied oder: tipico italiano!

Dann kam auch schon der Abschied, erst von allen neuen Bekannten, dann von der Schule, dann, am allerletzten Tag, von der Stadt… denn dort bin ich noch einmal schnell ins Zentrum gefahren, um Briefmarken zu kaufen – dazu musste ich in 7 verschiedene Geschäfte, weil alle 6 ersten keine Marken mehr hatten, mich dann aber erst mal durch die ganze Stadt zu anderen “tabacchi” (den Läden wo man sie kaufen kann) schickten, bis mich der letzte darauf hinwies, ja am Wochenende verkaufe selbstverständlich nur das Geschäft am Domplatz Briefmarken… nebenbei: an diesem Platz gibt es 3 tabacchi – und um ein geeignetes Gastgeschenk für meine Familie zu kaufen… ich wusste gar nicht, wie teuer Kekse sein können! Nun ja, ich hatte mir eigentlich vorgenommen, da mein Flug um 19:00 Uhr starten sollte, um 17:00 Uhr mit dem Taxi loszufahren, da der Flughafen weit außerhalb ist, ich italienische Unpünktlichkeit mit einrechnen wollte und weil ich leider nicht vorher online einchecken konnte, weil meine Familie selbstverständlich keinen Drucker hatte – wofür braucht man den auch?! Ja, die zum Glück eingerechnete Unpünktlichkeit war dann allerdings meine, denn ich musste nach meinem Einkauf auch noch einiges packen, zum Koffer hinuntertragen brauchte ich auch noch mal ca. 5 Minuten, da er noch schwerer war als auf dem Hinflug (keine Ahnung wieso!); und dann habe ich mich natürlich auch von meiner Familie verabschiedet, was natürlich auch ein wenig Zeit in Anspruch nimmt… jedenfalls war ich dann etwa um 18 Uhr am Flughafen, und alles hat noch funktioniert, nur mein Abendessen musste ich sehr hinunterschlingen.

Hier ein letzter Blick aus der 4. Etage der Schule…

mit Baby-Bus…

und Mama-Bus…

und mein absolutes Lieblings-Italien-Fahrzeug ;-)

und eine – italienische – Türklinke…

und auf diesem Zettel steht sinngemäß: Beim Ventilator-Anstellen IMMER mit Stufe 1 anfangen, und erst jeweils nach ein paar Minuten eins höher stellen, und außerdem: Nicht die 0 nach der 5 benutzen, nur die 0 vor der 1… will ich wissen, was sonst passiert?

und diese Internet-Verbindungen standen mir in der Familie zur Verfügung, wenn das eigene schon ausgeschaltet war…

“nonfunziona” war sogar nicht verschlüsselt, aber aufgrund des Namens habe ich mich dann mal lieber nicht eingeloggt ;-) .

Allora… arrivederci, Scuola Toscana!

ARRIVEDERCI FIRENZE!

und ein kleines Andenken für zu Hause…

in den letzten 2 Wochen

habe ich nicht mehr ganz so viel unternommen, unter anderem deswegen, weil sich einige Exkursionen der Schule auch wiederholt haben. Besichtigt habe ich noch das Baptisterium…

die Kirche Santa Croce, von der unsrere Schule nur ein paar Meter entfernt ist…

und hier auch mal ein Foto vom Palazzo Vecchio, an dem ich jeden Tag vorbeigelaufen bin…

und ebenso Ponte Vecchio…

Den Rest der Zeit war ich dann mit viele letzte-Eise-Essen, am allerletzten Tag Postkarten verschicken und Mitbringsel suchen beschäftigt… gar nicht so einfach, denn es gibt zwar sehr viele kleine Geschäfte in Florenz, aber sie verkaufen alle die gleichen touristischen Artikel… ich hoffe, ich habe das Richtige mitgebracht ;-) .

Dom und Sonnenuntergang

Am Mittwoch (wir befinden uns in der 6. Woche…) habe ich dann doch tatsächlich zum ersten Mal den Dom betreten, dieses unscheinbare, unbedeutende Bauwerk… und natürlich hat es sich gelohnt ;-) . Die Kuppel (von innen) ist einfach eine Wucht…

Am liebsten wäre ich natürlich auch auf die Kuppel gestiegen, doch dort war eine viel zu lange Schlange ;-) . Dafür habe ich sie mir dann von unten angeguckt…

und die Dom-Fassade, mit faszinierend vielen Details…

Abends waren wir wieder auf dem Piazzale Michelangelo… nur bis wir einmal da waren, hat es lange gedauert, denn wir sind einen riiiesen Umweg über eine aber sehr schöne Straße gelaufen. Und als wir oben angekommen waren, gab es noch lange keinen Sonnenuntergang, allerdings hatten wir Hunger… deswegen sind wir direkt wieder runter in die Stadt gelaufen – diesmal schlauerweise auf dem etwas kürzeren Weg: ein paar Treppenstufen in 5 Minuten. Um dann den Sonnenuntergang nicht doch zu verpassen, haben wir unsere frisch erworbene Pizza lieber mit auf den Platz genommen, und dann dort gleichzeitig gegessen und Fotos gemacht :-) . Für mich war es einer der schönsten Abende des ganzen Florenz-Aufenthaltes :-) !

Da wir ja mittwochs nicht in unseren Gastfamilien gegessen haben, haben wir uns donnerstags erst für abends nach dem Essen verabredet – zumal unsere Familien interessanterweise beide verplant hatten, dass wir mittwochs nicht bei ihnen essen würden, und sie waren etwas beleidigt… daher haben sie sich wohl Donnerstag abend gerächt, jedenfalls gab es bei mir ein sehr üppiges Essen mit anschließendem Weintrinken (wo wir jungen Mädchen natürlich nicht inkludiert sind) und langem Gespräch (wo ich meistens auch beinahe ignoriert wurde), sodass ich erst lange nach dem Sonnenuntergang am Piazzale ankam, wo wir uns wieder verabredet hatten. Daher sind wir dort auch nicht lange geblieben, sondern noch ein wenig durch die Stadt gelaufen, und haben unter Anderem Cocktails getrunken, die zwar günstig waren, aber wegen einer interessanten Mischung auch dementsprechend geschmeckt haben :-) .

Auch Freitag sind wir wieder viel durch die Stadt gelaufen, und abends waren wir wieder beim Aperitivo mit der Schule… und danach ein langer Abschied…

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