bedeutet “das Wetter”… in den letzten Tagen nicht gerade italienisch!! Besonders gestern war es sehr unangenehm: Über den Tag verteilt immer wieder heftiges Gewitter, es hat wie aus Eimern geschüttet und das Gewitter schien immer direkt über mir zu sein, Blitz und Donner kamen immer fast gleichzeitig! Das erste Problem war, an mein Mittagessen zu kommen: Es sind zwar nur ca. 10m zwischen unserer Schule und “Oibò”, aber durch den heftigen Regen wäre ich definitiv sofort pitschnass gewesen (ich hatte natürlich eine kurze Hose, ein T-Shirt und Flip-Flops an und keinen Regenschirm dabei). Deswegen stand ich dann ungefähr eine Viertelstunde in der Vorhalle des Schulgebäudes, bis es endlich wieder nur normal geschüttet hat, da bin ich dann schnell rübergerannt. Weil ich nur ein Panino gegessen habe, saß ich auch bei Oibò eine Weile gelangweilt herum, denn es hatte wieder angefangen, so dicht zu regnen, dass man kaum 50m weit sehen konnte. Schließlich habe ich wieder eine Chance genutzt, nur halb durchnässt zu werden, und ich hatte sowieso 6 Stunden Zeit zu trocknen, da ich die ganze Zeit in der Schule sitzen würde: Denn dieses Wochenende reisen leider schon 4 Schülerinnen aus unserem Kurs wieder nach Hause oder sonstwohin, und daher haben wir uns für den Abend zum Abschieds-Pizza-Essen verabredet.
Als es dann Zeit wurde, dorthin aufzubrechen, hat es in dem Moment zum Glück nicht geregnet, doch da alle (sehr unebenen) Straßen von Florenz noch nass waren, bin ich etwas eiernd und in Schlagenlinien (nicht betrunken!) – um nicht die Straßen auf meine Art zu reinigen, indem meine Flip-Flops den ganzen Dreck auf meinen Beinen parken – in Richtung Pizzeria gelaufen – naja, dachte ich zumindest. Ich wusste nämlich nur den Straßennamen und dass ich hinter unserer Schule links abbiegen muss. Nun ja, daher bin ich eben bei der erstbesten Möglichkeit links abgebogen und diese Straße vom einen zum anderen Ende etwa 3 Mal auf- und abgelaufen und bin sogar in einige Seitenstraßen abgebogen und habe überall nach diesem Straßennamen gesucht… und ihn natürlich nicht gefunden. Also habe ich versucht, eine Freundin anzurufen, und sie beim 4. Mal erwischt – und erfahren, dass es natürlich NICHT in der ersten Straße links hinter unserer Schule war! Schließlich habe ich sie dann gefunden (4. links) und bin an zig Pizzerien, Bars und Restaurants vorbeigelaufen, die aber alle den falschen Namen hatten, und als ich fast am Ende der Straße angekommen war, habe ich beschlossen, wieder zurück zu gehen, weil ich dachte, ich wäre vielleicht doch vorbei gelaufen. Aber Gott sei Dank hörte ich genau in dem Moment jemanden meinen Namen rufen – ich stand fast direkt vor der Pizzeria, wo auch die meisten schon auf mich warteten…
Naja, dann kam aber der beste Teil des Tages, denn das Essen war superlecker (natürlich habe ich mir Pasta bestellt), und die Gesellschaft war auch nicht zu verachten
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Und dann kam der schlimmste Teil des “Tages”: Nach dem Essen (um etwa 23h) machte man sich dann auf den Nachhauseweg, und ich habe mich schon gefreut, dass ich nur etwa 15 Minuten von der Bushaltestelle entfernt war und der Regen hatte auch aufgehört – perfekt. Allerdings hat es noch nicht einmal 5 Minuten gedauert, bis es wieder anfing zu gewittern, als ich gerade auf den Platz am Dom lief, und die Blitze waren wieder direkt über mir, während ich auf diesem riesigen Platz herumlief… als ich noch darüber nachdachte, ob ich gerade fasziniert oder panisch war, ersetzte ein abermals super heftiger Regenguss diese Gedanken durch “VERDAMMT!” bzw. “RENN!”. Das hat nur leider auch nicht viel weiter geholfen, denn ich bin auf dem Weg bis zur Bushaltestelle etwa so nass geworden wie Allie und Noah in ihrem Boot in dem Film “Wie ein einziger Tag”. An der Bushaltestelle konnte ich dann zumindest meinen Rücken und meine Tasche unter einem etwa 20cm breiten Vordach (3m über mir) einigermaßen trocken halten, während ich Mühe hatte, in meinen Flip-Flops nicht wegzuschwimmen
– meine Beine hatten übrigens schon längst den ganzen Straßendreck abbekommen, den ich vorher mühsam vermieden hatte (ich erinnere an kurze Hose… aber die ist dafür wenigstens sauber geblieben). Während der ganzen 20 Minuten, die ich auf den Bus warten musste, ist der Regen leider nie auch nur ein bisschen weniger geworden, und ich habe unglaublich gefroren (ich habe übrigens schon seit Mittwoch eine Erkältung UND eine Blasenentzündung, weil es hier vorher auch schon zwei recht kühle Tage gab, wo ich mich natürlich falsch angezogen habe… darin bin ich scheinbar Spezialistin! Aber das Wetter hier ist auch gemein: Morgens scheint fast immer die Sonne)! Nach der Busfahrt musste ich auch wieder gut 5 Minuten bis nach Hause laufen, wo ich dann natürlich wieder von Neuem platschnass und dreckig geworden bin… besonders, als ich (ja im Dunkeln) aus Versehen mehrmals in eine 10cm tiefe riesige Pfütze getreten bin, aber irgendwie musste ich ja auch über die Straße kommen…
Zu Hause habe ich mich dann erst einmal von sehr vielen schwarzen Sprenkeln befreit und vor allem versucht, irgendwie zu trocknen. Geschlafen habe ich dann schließlich um 1h.
Jetzt, wo ich einmal drüber geschlafen habe, verbuche ich den Tag mal als (hoffentlich) einmaliges Erlebnis!

















